Well Done!
Liebe Kommilitoninnen – oder besser gesagt: liebe Master!
Eine lange Zeit geht zu Ende und mit nicht ganz unbegründetem Stolz blicken wir auf eine zwar stressige, aber auch sehr lustige und interessante Zeit zurück.
Jetzt ist sie vorbei. Wir tragen unsere Barrets und Erleichterung macht sich breit. Die Erleichterung darüber, nicht mehr alle zwei Wochen in der FHW Berlin einlaufen zu müssen, nicht mehr über der Notwendigkeit zu verzweifeln, unter Zeitdruck einigermaßen sinnvolle Sätze zu mehr oder weniger sinnvollen Themen formulieren zu müssen, nicht mehr andauernd den Kopf voll zu haben und sich nicht mehr ein Wochenende nach dem anderen aus der wenigen Freizeit rausschneiden zu lassen, welche einem Job und Familie noch übrig lassen.
Trotzdem kommt Wehmut auf. Was haben wir gestrebt, was haben wir gelernt, was haben wir gelästert. Und – last but not least – was haben wir gelacht!
Wer hätte das gedacht: Dass dieser zusammen gewürfelte Haufen von Menschen unterschiedlichster Charaktere, unterschiedlichster Ausbildung und Herkunft und unterschiedlichster Lebensformen so viel Spaß zusammen haben könnte!
Im Rückblick dürften all die Szenen, die wir miteinander durchlebt haben, einem jedem von uns ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern, so dass dieser MBA wohl den meisten von uns in angenehmer Erinnerung bleiben wird.
Dazu haben wir alle – bewusst oder unbewusst – unseren Teil beigetragen: Die Alpha-Tiere wie die ruhigeren Gemüter, die Poser wie die Understater, die Spießer wie die Freaks, die Lästerbacken wie die Netten, einfach alle! Die Mischung macht’s und die war im doppelten Sinne des Wortes eine Klasse für sich.
Nachdem wir Kurs für Kurs die Dozenten in Schubladen gesteckt und bewertet haben, sind wir es am Ende auch uns selbst schuldig, uns einer Bewertung zu unterziehen. Ein Blick auf die Auswertung unseres ultimativen Fragebogens lässt die Typenvielfalt in unserem MBA erahnen, Der Eine oder die Andere wird überrascht sein, in welcher der zahlreichen Schubladen er oder sie da zu guter Letzt gelandet ist. Nehmt es wie auch immer, aber man nehme es vor allem mit Humor! Das haben einige der Antwortgeber ja auch getan.
Für die Dozenten, die einer abschließenden Bewertung freilich auch nicht entkommen konnten, gilt das Gleiche. Für diese war es aber auch eine völlig neue Situation: Statt dem willigen, motivierten und genügsamen Studenten, der kostenlos und anspruchslos im Hörsaal hockt, eine wilde im Berufsalltag abgekämpfte Horde, die für ihr sauer verdientes Geld manchmal mehr verlangte, als der eine oder andere Dozent erwartet hatte und leisten konnte. Auch hier gilt: Seht es als konstruktive Kritik! Und die haben wir ja auch schon während des MBA’s öfters geäußert; teilweise hat sie auch gefruchtet und vorbildhaft zu einer spürbaren Verbesserung des Unterrichts geführt.
Die „Berlin School of Economics" hat Anregungen aufgenommen und umgesetzt. Dies ist die beste Voraussetzung, um auf dem Weg in die internationalen Rankings der renommiertesten MBA-Schulen weiter voranzukommen.
Für diesen Weg wünschen wir Ihr alles Gute. Wir werden jetzt wieder unseres Weges gehen, und d.h. unseren je eigenen Weg.
Dabei ist eines gewiss: Mit dem MBA im Gepäck wird uns so manche Wegstrecke leichter fallen. Die Zukunft ist da und wir werden sie mit gestalten! Und hier und da werden wir innehalten, zurückschauen und uns mit einem Schmunzeln an diesen nicht ganz unwichtigen Teil unseres Curriculum Vitae erinnern.
Und hoffentlich werden wir auch in Zukunft von Geschäftspartnern, Freunden, Frauen und Familie öfter den Ausspruch zu hören bekommen der noch nie so gültig war wie heute:
Well done!!!
Knut Scherpe
Berlin, den 25. November 2005